Mittwoch, 20. Mai 2015

Japalura makii


Das Gebiet um Lijia, auf 1200m


chinesische Grünnatter


chinesische Bambusotter und der Wasserbehälter wo ich sie rausfischte


humorvolles Gemälde um ein Abflussrohr


Teeplantagen



Letztes Jahr geisterte ich mehr als eine Woche in den Wäldern von Xitou umher um eine Echse zu finden, von der ich magere Inormationen hatte.
Irgendwo zwischen 1000-1500m zu finden.
Leider habe ich sie da nicht gefunden.
Das schreite förmlich nach einer Rückkehr, diesmal aber an einem anderen Ort.

Ich fuhr per Autostopp direkt von Taipei in das kleine Dorf Dabang, nahe Alishan in den Zentralbergen und schlug unter Müh und Not mein Zelt auf.
Ich fragte im lokalen Polizeiposten wo ich denn am besten telten könne. Oh la la, der arme übergewichtige Beamte kam gleich ins schwitzen, führte zig Telefonate, nur um mir nichts sagen zu können. Auf dem Sportplatz vor dem Posten fragte ich eine Frau, welche mir gleich eine Richtung deutete und sagte da gäbe es einen guten Platz. Warum ich denn nicht die Polizei gefragt hätte. Habe ich ja, aber der wusste nichts. Sie seufzte nur goss; Polizei....
 
Am nächsten Tag um 5 Uhr früh war ich auf den Beinen.
Weiter der Strasse entlang fuhr ich mit einem Einheimischen nach Lijia, desen Umgebung ich mir unter die Lupe nehmen wollte und wo das kleine Wunder geschah; ich fand eine der grünen Japalura makii, die ziemlich schwierig zu finden sind. 
Und was für ein nettes Tier, ich konnte bis 40cm mit der Kamera heran, ohne dass sie sich gestört fühlte. Ich musste sie nicht einmal fangen, was mir viel lieber ist.
Das war die vierte von 5 Japalura Arten in Taiwan. Eine ist noch übrig. Und von 3 dieser Arten habe ich jeweils nur genau EINE gefunden und sie aber auch ablichten können :)

Wie ich halt bin, begutachte ich alles was mir in den Weg kommt.
So auch den alten Beton-Wasserbehälter, in dem eine Bambusotter hockte und scheinbar nicht wieder hinaus kam. Ich fischte sie freundlicherweise heraus und legte einige Äste hinein, so dass weitere Tiere rausklettern können.

Am Abend kroch mir dann auch noch eine Grünnatter über die Füsse, um den schönen Tag zu vollenden. Ich lief zum Bach hinunter, badete im Adamskostüm und haute mich aufs Ohr. Ich war kaputt. Über 25km hatte ich den ganzen Tag zu Fuss zurück gelegt.

Am nächsten Tag hatte ich wirklich starken Muskelkater in den Waden und aus vergangenen Fehlern gelernt, hatte ich den Wetterbericht in betracht bezogen; es sollte Regen aufziehen. Eigentlich wäre ich gerne noch etwas geblieben, um weiteren Reptilien auf die Schuppen zu kriechen, aber so verliess ich die Berge, da ich nicht bei Unwetter in meinem Zelt festsitzen wollte.

Die Taiwaner sind einfach nur überfreundlich.
Ob die Aboriginals des Tzou Stammes in Dabang, oder die Küstenbewohner. Viel zu hilfreich. Ich wurde von meinen Fahrern gefüttert, zum Tee eingeladen und gegen mein protestieren fuhren sie mich nach Kaohsiung in die südliche Stadt. Ich wollte ja einfach weiterstöppeln wo sie abbiegen, aber davon wollten sie nichts wissen. Zum Glück war es nicht mehr allzu weit...

Den Regen in der Stadt mit meinem Freund Eric abwarten und dann gehts weiter an die Ostküste.
 







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