Montag, 14. September 2015

was für ein schöner Tag


Sapporo - Hokkaido

Eine Millionenstadt. Ich lebe im Nkajimapark in meinem Zelt unter einer Tanne.
Schön versteckt, neben der Sporthalle.
Da kann ich duschen und es hat öffentliche Toiletten.
Wunderbar.


Da entscheide ich mich den kleinen Mt. Moiwa zu besteigen.
Vom kleinen Parksee her ist er gut zu sehen.
Ich laufe los und komme bald an den Fuss des Hügels, wo eine Gondelbahn hochgeht. Wegen 500 Höhenmeter kommt es mir aber nicht in den Sinn die Gondel zu nehmen Ausserdem will ich noch die Stupa auf dem Wag sehen. Da hört der Weg aber dummerweise auf.


Darum folge ich einfach der Schneise der Gondelbahn auf den Berg.
Wenn sie keinen Weg haben, wo ich einen Weg haben will, dann lauf ich einfach quer drauf los. Ich komm ganz schön ins schwitzen, es ist ein schwüler Morgen. 


Die Aussicht ist der Hammer.
Ich mag Sapporo. Obwohl eine grosse Stadt, ist man sofort auch im Grünen. Vom Hügel aus sehe ich das Meer, die Stadt und hinter mir grüne Hügel.


Ein Gewitter zieht auf.
Ich verlass den Aussichtsturm und laufe über den normalen Wanderweg hinunter.
Nach einer Weile komm ich zum Hokkaido-Schrein, da der Zoo geschlossen ist.
Nun muss ich die Affen ein Andermal besuchen. 
Ich sitze unter den Bäumen auf einer Bank nahe dem Schrein, als eine junge Mutter am anderen Tisch auf einmal Aufschreit und mit ihrem Kind wegrennt.
Eine Krähe war auf dem Tisch gelandet und hat die arme Frau vertrieben.
 Ich schüttelte nur den Kopf...


 Zurück in der Stadt entdecke ich das Herbstfest.
Es ist 4 Uhr Nachmittags
Völlig dekadent genehmige ich mir ein Glas Wein und Austern.
Für 12 CHF
:)


Immer wieder zieht ein kurzer Schauer mit Blitz und Donner über uns her.
Ich bleibe sitzen und lerne meine Tischnachbarn nur allzu schnell kennen.
Wir rücken dem Wein zu leibe. Und dem Whiskey.
Ich bin überrascht, wie gut der lokale Wein und Whiskey ist!
Alkohol ist so gut wie das Essen in Japan. 


 Später ziehen die zwei Mädels vom Tisch mit mir nach Susukino, ein Stadtteil mit 3500 Restaurants und Bars. Sagt der Prospekt. Das grösste Unterhaltungsviertel nördlich von Tokyo. Der Bruder von Sayaka arbeitet in einer Trink-und Essbar.
Es gibt mehr Wein.
Und Sashimi und weiteres, deren Namen ich immer vergesse.

 
 

Um 11 Uhr gehen die Mädels nach Hause und ich gehe in eine weitere Bar, um mit meinem Schwedischen Freund Johan den Abend noch zu verlängern. Ihn habe ich bereits vor 4 Wochen kennengelernt und er studiert Japanisch hier.
Am Morgen erwache ich im Zelt, es ist Mittag und ich erinnere mich nicht mehr, dass ich die Bar überhaupt verlassen habe.
Meine Zeit in Hokkaido ist beinahe vorbei. Ich habe bereits vor 2 Monaten abgemacht, um in den Bergen in Honshu mit Saki wandern zu gehen.
Ich werde den Norden vermissen. Hat mir sehr gut gefallen und ich habe zu wenig gesehen. Werde wohl zurückkommen müssen :P



Seht ihr mein Zelt?

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