Sonntag, 20. Juli 2014

Glyphosat und der Tourismus

 
 
etwas zu nah.... ;-)

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Teeplantagen mit den Doerfern der einstigen Uhreinwohnern, den "Orang Asli", die nun allderdings fuer meistens chinesisch/malaysische Firmen Tee anbauen.

 
 


Eigentlich wollte ich ja von KL aus in den Sueden fahren und dann von da an der Ostkueste entlang in den Norden.
Aber die Busstation die ich aufsuchte, hatte nur Busse richtung Norden.

Kurz die Tafeln anschauen, Entscheidung faellen und 30min spaeter sitzte ich in einem Bus zu den Cameron Highlands.

Ein lokaler Inder zeigte mir dann einen Campingplatz im Wald, nahe der "forestry police".
Hat Toiletten und Duschen. 
Und kostet nichts.
Perfekt.
Muss zwar beinahe 40min laufen bis ich was zu Essen auftreiben kann, aber hey; dafuer bin ich meistens alleine im Wald und habe meine Ruhe!

Zur Zeit ist Ramadan, und jeden Nachmittag oeffnen die Staende mit ihren Suessigkeiten und sonstigen Haeppchen um den hungrigen Reisenden oder Einheimischen zu versorgen.
Allerdings ist das Meiste frittiert (die Malayen sind eher fett) und ich ess lieber die Fruechte hier.

Malaysia hat grob viermal soviele Touris wie vor 4 Jahren.
Keine Ahnung wo die herkommen, da muss irgendwo ein Nest sein...

Ich verbrachte meine Zeit hier mit einigen Wanderungen.
Die Camerons sind auf grob 1500 - 2100m und so ist es angenehm kuehl.

Viele bunte Voegel, die exakt in dem Moment davon fliegen, wenn man die Kamera bereit hat, eine etwas genervte junge Schoennatter (kann ich ihr nicht veruebeln) und ein Argentinier, den ich irgendwo im Wald aufgelesen habe.
Zum Glueck ist der so in etwa gleich durchgeknallt wie ich, mit quer durch den Jungel wandern.
Da haben sich die beiden Richtigen gefunden!

Wir haben uns an einem Punkt, nun nicht direkt verlaufen, aber doch vom Wege weg.
Wir wussten die Richtung, ich hatte im Notfall mein GPS, und liefen von einem Berg runter und runter, da weder er noch ich denselben Weg zurueck nehmen wollte.

Das kleine Tal dem wir folgten, fasste bald ein Baechlein, welches sich spaeter in einen um einiges groesseren Bach entwickelte.

Damian ist ein etwas tolpatschiger Abenteurer, immer mit mit dem Kopf durch die Wand.
Hier hatte es allerdings weniger Waende, dafuer viel mehr Rattan, mit seinen Wiederhaken bewaehrten Lianen.
Er blieb so einige Male haengen.
Ich wurde allerdings auch nicht ganz verschont und zaehle einige neue Kratzer and meinen Waden und Armen.

Als es anfing zu dunkeln, fanden wir die Schlaeuche im Bach.
Das Wasser wurde gestaut und in die Gemuese Plantagen weggeleitet (In den Camerons wird Massenweise angepflanzt). Der Bach beinahe trocken.

So 20 Minuten bevor es dunkel wurde, kamen wir aus dem Wald und in die Plantagen.
Und zwar die realen Plantagen, nicht die Vorzeige Plantagen zu welchen die vielen Touris gefuehrt werden.

Die billigen burmesischen Arbeiter leben in Wellblechhuetten, der ganze Abfall wird wie gehabt den Bach runter entsorgt (inklusieve Spritzmittel Kanister) und das relativ teure Gemues rauschauffiert.

Ueberall wird der Hang abgetragen um die Farmen zu vergroessern.

Hier giebts keine Steine, der Boden ist praktisch nur Sand.
Die Erosion sah dementsprechend aus.
Es wir keine Sorge getragen.
Scheissegal.
Die Wirtschaft laeuft und sie hat Hunger.

So wird der wunderschoene Wald hier, fuer den im grossen Stil geworben wird, zerschnitten, abgetragen und fuer Gemuese weggewalzt.

Kuala Lumpur hat Heute schon Wasserprobleme.

Aber die menschliche Dummheit kennt ja bekanntermassen keine Grenzen...
Das Wald Wasser speichert und den Regenzyklus ein bischen beeinfluss scheint den scheinheiligen, korrupten Politikern wie immer zu entgehen.

Nur um mal wieder auf etwas andere "Landwirtschaft" aufmerksam zu machen.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass man in 20 Jahren hier nicht mehr grosse Wanderungen machen kann, hat es mir sehr gut gefallen. ;-)

1 Kommentar:

  1. Hallo Lücku. Intressanter Bericht. Er stimmt mich nachdenklich....

    Gruss
    Ischi Dänu

    AntwortenLöschen