Die Gegend um Lushan
Japalura brevipes
Abfall wird leider den Hang runter "entsorgt"
Nur noch die haelfte des Hochwasserschutzes vorhanden
Die Bergagamen der Gattung Japalura haben
es mir besonders angetan.
Die Art im Taipingshan konnte ich wegen des
schlechten Wetters nicht finden, aber in den Bergen gab es noch 2 weitere Arten
die in nicht allzuweit entfernten Gebieten lebten.
Die Gegend um Lushan war als erstes dran,
die Westseite des Hehuanshan-Massives.
Die letzte Strecke dahin nahm mich ein Einheimischer mit, der mich zu sich nach Hause einlud um da zu
uebernachten. Seine Frau bekam allerdings Wind von der Sache und mit
der Angst zu tun. So brachte er mich
schweren Herzens zu der Schule, wo ich die ganze Lehrerschaft und Direktion
gleich kennenlernte.
Da gerade Elternabend war, wusste sehr bald
das ganze Dorf dass ein Auslaender zugegen war. Ein sehr lustiger Ureinwohner
wollte unbeding, dass ich seinen eigenen Wein probierte. Der war vorzueglich. Ich
schlief schlussendlich auf dem Sofa im Buero der Schulleiterin.
Am Morgen war dann alles voller Kinder (nicht
ungewoehnlich in einer Schule), die erst mal den ganzen Schulhof sauber
wischten, alle Kehrichtkuebel leerten und das Buero putzten. So gehoert sich
das!
Ich campierte dann weiter oben am Bach
unter einem Felsen, der mir Witterungsschutz versprach.
Die Echse fand ich gleich am ersten Tag,
als haette sie auf mich
gewartet. Sie sonnet sich genuesslich auf einem Ast, just an der Strasse. Es
hatte sich nun allerdings ausgesonnt! Los an die Arbeit; posieren!!!!
Ich fand in den folgenden Tagen keine weitere Japalura brevipes mehr die hier auf 1500m leben...
Die Leute hier bauen weitlaeufig
hauptsaechlich Gemuese an.
Auf 1000-1700m.
In steilsten Haengen.
Ohne Subventionen.
Aber leider mit sehr viel Chemikalien.
Als ich in dr Schule meine Flasche am Hahn
auffuellen wollte, warnte mich
eine Lehrerin, dass dies Wasser nicht gut sei, wegen der “Medizin” die die
Landwirte verwenden.
Die Medizin heist Glyphosat, Schneckengift
und co.
Die Felder werden komplett abgespritzt,
schwer mit Schneckengift ueberladen und geduengt. Mir stellten sich alle
Barthaare auf. Da bin ich in den Bergen und kann kein Hahnenburger trinken!!!!
Die Leute sind ueberfreundlich hier, eine
Vorzeigebild fuer Gastfreundschaft, aber leider hat hier die Industrie,
offensichtlich, viel zu viel Einfluss.
Erosion waren ueberall zu erkennen (es regent
extrem heftig im Sommer in Taiwan ) und keine Gruenstreifen die die Haenge natuerlich halten wuerden.Es muessen auch Tonnen an Insektiziden verteilt werden; ich sah praktisch null
Insekten um die Felder. Und die waeren ja die Grundnahrung fuer alles andere in
der Nahrungskette.
So wird nun halt Kompost herbeigefuehrt um
der Erosion wieder entgegen zu kommen. Der wird dann allerdings beim naechsten
Taifun wieder weggeschwaemmt.
Biologischer Landbau oder zumindest mal
sehr viel weniger intensiv und etwas Umweltschulung / Nachhaltigkeit waeren
bitter noetig hier!
Am Schluss haetten alle mehr davon.
Das hatte mich echt etwas traurig gestimmt….
Die Uhreinwohner lieben ihre Berge und
Waelder, haben schon immer von der Natur gelebt und nun (oder schon lange)
kommen Firmen rein die ihnen nicht erzaehlen, was ihre Produkte anrichten…..
Von Politikern fang ich nun mal gar nicht an.....
Nach 4 Tagen zog ich dann an meine naechste Station; Xitou.
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