Durch die hoechste Strasse Taiwans (3000m) von der Westkueste zurueck in den Taroko Nationalpark welcher sich von Hualien an der Ostkueste bis in die Mitte Taiwans erstreckt, inklusive den 3300m hohen Hehuanshan und kilometerlange Taeler. Verschiedene Vegetationsstufen, steile Haenge, zum Teil unbegehbar, von Taifunen und Erdbeben immer wieder veraendert.
1 Woche campen, auf dem offiziellen Campingplatz, auf der Terasse des Besucherzentrums (umgeben von Kameras), in einer Hoehle mit Schrein.....
Da Eric mich so vermisste kam er auch noch in den Park und blieb bis Freitag. Allerdings war er nicht ganz so gut zu Fuss unterwegs wie ich und an unserem ersten (und letzten) gemeinsamen Tourentag liess ich ihn auf halbem Weg zurueck da der Weg zu anstrengend war.
Er musste ziemlich lange warten, da ich da oben eine Schlange fand und die mich halt eine Zeit lang beschaeftigte....
Kurz etwas zur Geschichte;
Die Japaner hatten Anfangs des 20ten Jahrhunderts begonnen eine Strasse durch die Berge zu treiben, um die Uhreinwohner zu "zivilisieren" und um Holzbau zu betreiben.
Es hatte an die 90 Doerfer in dem Tal, nur ueber halsbrecherische Wege zu erreichen.
Heute ist nicht mehr viel davon erhalten, einige alte Abschnitte der Wege jedoch, mehr oder weniger schwierig und als Trekkings begehbar. Man muss jedoch fuer alle laengeren eine Bewilligung einholen, damit die Jungs da wissen wo man ist.
Es ist heutzutage keine Uhreinwohnerkultur mehr im Tal, wird jedoch im hoechsten Masse verkauft und vermarktet.
Die Kunden; hauptsaechlich chinesische Touris.
Massenweise.
Hunderte Busse, jeden Tag, die die Strassen rauf und runter donnern und in den extra eingerichteten Zentern "Kultur" verkauft bekommen...
Ich habe so meine Zweifel an Massentourismus und es daemmt etwas das Erlebnis....
Aber so kommt halt Geld in den Park und der ist wirklich gut im Schuss!
Campingplatz mit Grillstelle (meiner gratis und ein anderer zum bezahlen), WC's ueberall und die Wege gut erhalten. Und die Helm-Chinesen bleiben alle auf der Hauptstrasse!
Die kommen ein paar Stunden in den Park und dann das naechste Reiseziel.
Die etwas laengeren Wege werden praktisch nur von Taiwaner Wanderern begangen.
Und von mir!
Da traf ich stundenlang auf niemanden.
Eric wartete im Camp.
An einer Stelle kam heisses Wasser aus dem Fels und war als Bad zurechtgemacht.
Waehrend den regnerischen Tagen und nach hartem Wandern mehr als ein Segen!
Da es immer etwas regnete, konnte ich meine Kleider nicht waschen, respektieve nicht trocknen.
Ich wusch mich selbst in heissem Schwefelwasser.
Der Gestank nahm allmaehlich zu.
Zu guter Letzt fing ich auch noch etwas an zu schimmeln.
Und die Batterie meiner Kamera war auch noch leer.
Mal raus nach einer Woche und alles auffrischen.
Aber wenn der Regen etwas nachlaesst werde ich sicher nochmals zurueckkehren in die Nebelverhangenen Taeler und Wege, da wartet noch so einiges fotografiert zu werden!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen