Freitag, 16. Mai 2014

eine Nacht auf dem Klo

 
 
 
 
 
 
 
bereit zur Daemmerungs-Exkursion
 
 
 
 
Muntiak


Eine Kollegin aus Taipei und ich hatten schon vor ein paar Wochen geplant auf den Hehuanshan zu wandern, eine 2 Tagestour.
Wir hatten ein Datum abgemacht und fuhren per Autostop (was sonst?) von Taichung, ueber Puli nach Hehuanshan.

Oben angekommen rannten wir erst mal aus dem kalten Regen ins Besucherzentrum.
Das Thermometer zeigte knappe 10C...
Da wir kein Fahrzeug hatten und am naechsten Morgen frueh raus wollten, mussten wir eine Nachtgelegenheit suchen.
Nach erfolglosem suchen fuer einen geeigneten Campingplatz und geschlossenem Zentrum, endeten wir in der Behinderten-Toilette.
War eine kalte Nacht auf dem Boden, aber waermer als irgendwo draussen.

Am naechsten Morgen verwarfen wir unsere Plaene wegen des anhaltenden Regens und fuhren an die Ostkueste ins Emerald-Valley, etwas suedlich von Hualien.
Da campierten wir erst mal unter einer Bruecke und machten die Gegend unsicher.
Ich wurde mal wieder zum Trekking-Lehrer und zeigte Ihr wie man auf unsicheren Pfaden richtig laufen sollte...

Tags darauf war ich dann wieder alleine und zog weiter gen Sueden, diesmal zum Yushan National Park, Ost-Eingang.
Da kroch mir mal wieder eine Ratsnake ueber den Weg und ich schwor mir nach diesen Fotos keine mehr zu fangen. Ich stank mal wieder zum Himmel wegen diesen elenden Anal-Druesen...

Die Japaner hatten auch hier einen Pfad durch die Berge getrieben um Ost- und West-Kueste miteinander zu verbinden.
Leider ist der 8 Tagesmarsch nicht machbar, da Erdrutsche die Durchquerung unmoeglich gemacht haben. Sagte man mir. 

So campierte ich halt die 14km des Weges rauf die man konnte fuer 2 Naechte und genoss den Wald. Ich stand Morgens um 5 Uhr auf um meine Patroullie zu machen und auch am Abend gings zur Sache!
Ich sah meinen ersten Serow (was unserer Gemse entspricht), so einige Muntjaks (was so grob unserem Reh entspricht), eine Sambar-Hirschkuh (entspricht einer Hirschkuh) und die wunderschoenen Formosa Fasane (Lophura swinoii). Moeglich, dass ich auch 2 Baeren sah, aber das war etwas weit weg und meine Sehlicht (entspricht einem Maulwurf) halt nicht besonders. Koennten auch 2 Wildschweine gewesen sein. Jedenfalls gedrungene Gestalten im Unterholz.
Werde ich wohl nie erfahren...

Bin aber begeistert wie viel Wild da vorhanden ist, welches man zu Daemmerungszeiten sehen kann!



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