Montag, 3. März 2014

Regeneration




Prälatfasan
Wollnacken Storch
Orienthornvogel
Morgens um 6 am See
Blick von der Hütte aus



An meinem 2ten Tag in Saigon (ich flog am 27.2 hierher) merkte ich wie sehr mich die letzten 2 Monate mitgenommen hatten.
Am besten zu beschreiben am Wetter;
In Hanoi war es kalt und nieselte, unangenehmes feuchtes Wetter.
In Saigon ist es warm, sonnig und die Bescheiss-rate ist um 75% zusammengebrochen.

Ich musste irgendwohin um zur Ruhe zu kommen und wo sich der Sturm in mir legen konnte.
Da fiel mir sofort ein Ort ein wo ich vor beinahe 5 Jahren war; Nam Cat Tien.

5 Tage, 4 Nächte hatte ich im Plan, da dann auch Moritz, mein alter Kollege nach Saigon kommen würde.
Also los!
Dummerweise entwickelte ich nach 2 Übernachtungen so gegen Mittag ein extrem starkes, pulsierendes Kopfweh, von dem ich keine Ahnung hatte woher es kam.
Ich trank genug, hatte immer einen Hut auf und wurde auch von keinem Affen gebissen.
In der folgenden Nacht lag ich dann voll im Delirium der Fieberträume.
Am nächsten Tag ass ich nur Suppe.
Keine feste Nahrung....
War echt komisch, so ein starkes Kopfweh hatte ich noch nie und ich verschluckte mehr Alcacyl als in den letzten 5 Jahren zusammen!
Aber nach 2 Nächten war ich wieder beisammen.

Ich genoss sonst die Zeit sehr in der Ranger Station am Krokodil-See.
Perfekt um zur Ruhe zu kommen, was ich tatsächlich auch tat.
Ich war die Ruhe selbst, zwar gezwungen durch mein Kopfweh, aber so hatten die Echsen und Schlangen in der Umgebung immerhin etwas mehr Ruhe....

Ich wollte unbedingt einen Ährenträgerpfau sehen, da die Dinger immer in der Nähe rumschrien. Aber genau an dem Morgen wo einer gesichtet wurde gegenüber vom See, ja da lag ich im Delirium!
Verdammt!
Aber immerhin sonst einiges zu Gesicht bekommen...
Es hatte extrem viele Wildhühner, die Dinger waren echt überall! Eine Sambar-Hirsch-Kuh mit ihrem Kalb, die üblichen Affen, ein paar Echsen, eine Civette, einen Prälatfasan mit Henne. An jenem hatte ich besonders Freude. Wunderschöne Vögel!

War cool wieviele Vögel ich hörte, welche wir in Kambodscha hatten und die ich noch am Ruf erkannte!

Die Ranger waren super Köche, echt leckeres Essen und vorallem konnte ich soviel essen wie ich konnte!
Was sich dann halt mit meinem Suppen-Tag auslevelte.

Die Kerle fingen einen Reissack voll Fisch pro Tag aus dem See. Und zwar mit Elektroden und Autobatterien. Schön Strom-fischen... Und das in dem See mit geschützten Krokis... Na ja, mich wundert ja nichts mehr in Vietnam!

Der Wald ist überzogen mit uralten Lava-Steinen und vielen Würgfeigen und sonstigem Zeug. 
Wir haben Trockenzeit und darum waren gar keine Egel zu finden und nur wenige Moskitos, was mich aber nicht sonderlich störte.

Ich konnte für mich die Zeit im Norden hier abschliessen und wieder Energie tanken.
Regenerierte psychisch und physisch.

In einer Woche flieg ich nach Manila, Philippinen.
Meine Reise geht weiter, ich komme in mein 4tes Asien-Jahr und seit 4 Jahren zum ersten Mal wieder in ein neues Land!  :-)

 

1 Kommentar:

  1. Super Fotos :-D Ja ma mi no erinnere daas dä ort e rueh i sich treit het ungloublech, hoffe du hesch dismau d stärnschnuppe chli gschider igsetzt, liebi grüess u umarmig

    AntwortenLöschen